Kontakt

Direkte Kontaktaufnahme

Sie haben Fragen oder benötigen schnelle Auskunft? Geben Sie Ihren Wohnort und Ihre Telefonnummer ein und wir rufen Sie zurück!

 
Bitte addieren Sie 7 und 1.
 

* Pflichtfelder

Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben oder verkauft und stets vertraulich behandelt


Rückblick

Vortrag: Wie lernen Kinder und was weiß die Wissenschaft über das kindliche Gehirn?


Zu diesem spannenden Thema hielt der Tübinger Psychologe und Familientherapeut Dr. Hans Utz einen sehr anschaulichen Vortrag in der Friedensschule auf dem Rehnenhof.

Die über 40 Zuhörer, vorwiegend Lehrer und Eltern, die der Einladung der Friedensschule und der Pädagogisch-Therapeutischen-Einrichtung (PTE) Schwäbisch Gmünd gefolgt waren, erhielten zunächst eine aufschlussreiche Einführung in den Aufbau und die Funktionsweise von Gehirn und Nervenzelle. Der Psychologe, der aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit am Seminar für Heilpädagogik an der Sophienpflege in Tübingen sowohl aus der Praxis als auch der Wissenschaft berichten konnte, schilderte anschaulich und mitreißend wie Lernprozesse ablaufen und durch Übung und Wiederholung hirnorganische Veränderungen geschaffen werden, die langfristiges Behalten von Lerninhalten erst ermöglichen. Sehr eindrücklich ging der Psychologe darauf ein, wie Dauerstress sich auf die Neurochemie des Gehirns auswirkt und hier zu unumkehrbaren Veränderungen führt, die sich auf der Verhaltensebene letztendlich in chronischem Leistungsversagen äußern.

Kinder und Jugendliche, die Dauerstress ausgesetzt seien, so der Psychologe, haben Schwierigkeiten Gedächtnisinhalte abzuspeichern oder in der Prüfungssituation abzurufen. Konsequenterweise sei es bei der Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen wichtig, im Alltagsleben und im Bereich der schulischen Bildung passgenaue Herausforderungen zu gestalten und sowohl Überforderung als auch Unterforderung zu vermeiden. Letztere verhindere, dass der lernende Mensch sich selbst nicht als selbstwirksam erlebe und auf der Suche nach der Vermeidung von Langeweile nicht selten auf risikoreiche Ersatzaktivitäten zurückgreife.

Als wichtigsten Motivationsfaktor bezeichnete der Psychologe die Beziehung zwischen Lehrendem und Lernendem. Ist diese geprägt von Anerkennung, Fairness und Wertschätzung, laufen Prozesse ab, die sich auch auf hirnorganischer Ebene nachweisen lassen. Mit der Aussage: „Jedes Kind ist ein Unikat und bedarf für seine Entwicklung individueller pädagogischer Unterstützung und Begleitung“, schloss der Psychologe seinen Vortrag und erhielt dafür von den begeisterten Anwesenden viel Applaus und beantwortete im Anschluss noch engagiert verschiedene Fragen.

Der Vortrag kam zustande, da die PTE und die Friedensschule im Bereich der fünften Klassen eine aktive Kooperation innehaben.

Zurück

Unsere Website setzt Cookies ein – durch die Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

Einverstanden